Winkelfehlsichtigkeit

Unter Winkelfehlsichtigkeit versteht man in der Augenoptik ein verstecktes Schielen. Für die Feststellung eines solchen latenten Schielens wird meist nur die Behandlung durch Prismengläser empfohlen. Es ist ein Phänomen, das auf beiden Augen auftritt, wie auch die Kurz- oder Weitsichtigkeit. Objekte, die ein Mensch betrachtet, werden in den beiden Augen nicht exakt auf die gleichen Netzhautstellen projiziert, sondern mit einer minimalen Abweichung. Man vermutet, dass die Ursache dafür unterschiedlich lange Augenmuskeln des rechten und linken Auges ist.

Der Begriff Winkelfehlsichtigkeit (Fachbegriff: Assoziierte Heterophorie) wurde in der optometrischen Fachsprache im Jahr 1993 eingeführt.
Wichtig: Winkelfehlsichtigkeit ist keine Krankheit, sondern nur eine Abweichung vom idealen Körperbau, und ist somit einfach zu korrigieren. Interessant ist, dass die meisten Menschen winkelfehlsichtig sind, Ihr Sehen jedoch nicht als störend empfinden und somit nichts dagegen unternehmen.
Dieser Sehfehler kann unter anderem

  • in verschiedener Ausprägung „schlechtes“ oder verschwommenes Sehen verursachen,
  • zu anstrengendem oder ermüdendem Sehen führen, insbesondere bei Bildschirmarbeit und längerem Lesen,
  • zu Augenbrennen, Augentränen, geröteten Augen führen,
  • Augenschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne auslösen bzw. verstärken,
  • Verspannungen im Hals-, Nacken- und Schulterbereich auslösen bzw. verstärken,
  • störende Lichtempfindlichkeit verursachen

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